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UV-Schutz beim Laufen: Sonnenmilch, Sonnenbrille und Mütze

Auch in diesem Jahr haben die heißen Temperaturen keinen Bogen um Deutschland gemacht und bringen nicht nur mich im Rahmen meiner Laufeinheiten trotz gemäßigtem Tempo früher oder später an die körperliche Grenze. Allein am letzten Wochenende verlor ich während meines 35 Kilometerslaufs über fünf Liter Schweiß und beendete das Training mit komplett geleerter Trinkblase des Camelbaks. Doch nicht nur das Schwitzen ist eine Herausforderung: Selbst wenn man die volle Mittagssonne vermeidet, wird man stets auch von UV-Licht während der Einheit bestrahlt. So stellt sich die Frage, ob und wie man sich davor schützen sollte.

UV-Licht: Nicht sichtbar und dennoch real

UV steht für „ultraviolett“ und beschreibt somit, dass die Lichtwellen diese Frequenz sich jenseits des violetten Lichtbereichs befindet. Letzterer ist für das menschliche Auge noch erkennbar, wie man regelmäßig mit Hilfe von Regenbögen in der Natur selbst beobachten kann. UV Licht können wir dagegen nicht sehen. Dies ist vermutlich der Hauptgrund dafür, dass wir die Bestrahlung im Alltag sicher alle schon einmal unterschätzt hatten. Das Ergebnis war die anschließende Bestrafung mit einem Sonnenbrand.

Ursächlich hierfür ist die sogenannte UVB-Strahlung, die kurzwelliger als UVA-Strahlung ist. Letztere beschleunigt dagegen den Hautalterungprozess. Aus diesem Grund sollte beim Griff zur Sonnencreme nicht nur auf UVB-, sondern auch auf UVA-Filterung geachtet werden, da die Eigenschutzzeit der Haut sehr unterschiedlich ausfallen kann. Selbst Menschen mit schwarzer Haut, sollten sich im besten Fall nicht länger als 90 Minuten der Sonne aussetzen. Wer dagegen eine (deutlich) hellere Haut besitzt, hat im schlechtesten Fall nur fünf bis zehn Minuten natürlichen Schutz vor der Sonne.

Offensichtlich stellen also bereits reguläre Trainingseinheiten für den Körper eine Herausforderung dar. Wer die Marathondistanz beschreitet, wird dagegen in jedem Fall in ein Zeitfenster geraten, in dem der natürliche Hautschutz nicht völlig ausreichend ist. Abhilfe kann in diesem Fall Sonnencreme bzw. –milch schaffen. Bei diesen trifft der standardisierte Lichtschutzfaktor eine Aussage darüber, wie lange der natürliche Schutz vervielfacht wird. Produkte mit Lichtschutzfaktor 50 und höher lassen selbst Vampire zu Daywalkern werden – zumindest was den Schutz vor den UVB-Strahlen betrifft!

Obwohl ich bei Läufe wie dem Viva West Marathon 2019 oder dem Luxemburg Marathon 2019 auch im Wettkampf schon mit der Hitze der Sonne zu kämpfen hatte, muss ich gestehen, mir beim Laufen in der Vergangenheit keine Gedanken über den Sonnenschutz meiner Haut gemacht zu haben. Seiten wie Runnersworld oder FitForFun kommen in ihren Tests zu unterschiedlichen Siegern. Ich selbst habe mich allerdings für den Kauf eines ganz anderen Produkts entschieden. New Layer soll nicht verfetten und gleichzeitig frei von Mikroplastik, Silikon und anderen Stoffen sein. Inwiefern sich dies bei unregelmäßiger Anwendung tatsächlich bemerkbar macht, kann ich nicht beurteilen. Andererseits ist dies ein weiter guter Grund, nicht am falschen Ende zu sparen.

Sonnenmütze, Sonnenbrille und Sonnenmilch fürs Laufen

Sonnenbrille und Mütze als UV-Schutz beim Laufen

Ein Aspekt, mit dem ich mich dagegen schon vor längerer Zeit auseinandergesetzt hatte, ist der Schutz der Augen. Diese können ebenfalls durch UV-Strahlung geschädigt und bekanntermaßen schlecht eingecremt werden. Seit bald zwei Jahren weiß ich die Vorteile meiner Oakley Laufbrille zu schätzen. Diese begleitet mich seitdem nicht nur in Rennen, sondern auch bei ausnahmslos jeder Trainingseinheit.

Ergänzend dazu, erweiterte ich meine Sportmützensammlung in der jüngsten Vergangenheit. Während ich bei Rennen wie dem Pisa Marathon 2018 mit bequemer Wollmütze unterwegs war und griff ich bei Läufen wie dem verregneten Hamburg Marathon 2019 bisher auf ein einfaches, wasserabweisendes Cappy. Dieses war aufgrund des luftundurchlässigen Stoffes allerdings nicht unbedingt für warme Temperaturen geeignet. In diesem Zusammenhang sei betont, dass eine Mütze bei Hitze in erster Linie dann genutzt werden sollte, wenn man diese mit Hilfe von Flüssigkeit zur Kühlung nutzen kann. Über den Kopf wird schließlich ein Großteil der Körpertemperatur ausgeglichen.

War es bei der Sonnenmilch der standardisierte Lichtschutzfaktor LSF, so gibt es bei Stoffen den sogenannten UPF-Faktor (Ultraviolet Protection Factor). Dieser funktioniert nach einem vergleichbaren Prinzip. Ein Anbieter, der sich in der Outdoor-Community großer Beliebtheit erfreut, ist der Hersteller Buff. Die Mützen können einen UPF von 50 vorweisen, was für mich das größte Kaufargument war. Gleichzeitig überzeugen die Mützen durch geringes Gewicht und sollen durch die Ableitung von Dampf auch eine Überhitzung vermeiden. Der erste Praxistest auf 10 Kilometer bei knapp 30 Grad im Schatten – ohne Schatten – verlief entsprechend positiv. Wie sich die Mütze zu gegebener Zeit im Rennen schlagen wird, muss die Zukunft zeigen.

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